| Wussten Sie schon oder praktizieren Sie auch so? Oder haben Sie sich auch schon einmal Gedanken über folgende Hinweise gemacht? |
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| Falls der Potenzialausgleich z.B. an einer Oelheizung ohne integrierten Warmwassererwärmer erstellt wurde und nicht sofort ersichtlich ist, muss mit einer Kurzschlussstrommessung Zs an der Steckdose zum Heizkessel, (Heizkessel muss eingesteckt sein) die gemessene Schlaufenimpedanz gegenüber dem Netzinnenwiderstand Ri einiges tiefer sein! Begründung: Aufgrund der Anbindung an den Hauptpotenzialausgleichsleiter zum Erder (mind. 6mm2) muss infolge kleinerem Widerstand zum Netz - PEN Leiter, der Kurzschlussstrom Zs (L-PE) gegenüber Ri (L-N) immer höher sein. Falls nicht, sind die Übergangswiderstände der Briden etc. zu hoch oder Isolierstücke befinden sich in Wasserleitungen etc. oder die Verbindung vom Erder zum Netz - PEN Leiter ist nicht erstellt. |
| In Autoeinstellhallen bzw. grösseren Tiefgaragen werden Notleuchten in 9 von 10 Fällen nicht gewahrtet! Meistens brennen bei vorhandener Netzspannung normalerweise die Lampen. Aber bei Netzausfall wird es stockdunkel. Begründung: Die Akkumulatoren sind leer bzw. defekt. Niemand wurde nach Inbetriebnahme verantwortlich gemacht die Leuchten periodisch zu prüfen. Dazu müssen die dafür bestimmten Überstromunterbrecher ca. eine Stunde ausgeschaltet werden. Das Prüfdatum, der/ die Prüfer und die Brenndauer werden in einem Unterhaltsblatt oder Büchlein eingetragen. |
| Kurzschlussstrommessungen und deren Abweichungen Ihres Messgeräteparks, können zuhause periodisch kontrollieren. Begründung: Messgeräte müssen sowieso je nach Benutzungsgrad periodisch nachgeeicht werden. Trotzdem können Sie zuhause eine beliebige Steckdose auswählen und eine Kurzschlussstrommessung durchführen. Das Ergebnis der Momentanspannung, Kurzschlussstrom und Uhrzeit notieren Sie in einer Tabelle. Später bei einer Folgemessung und zur gleichen Uhrzeit, können Sie selbst beurteilen wie sich Ihre Messwerte verändern. Allfällige Spannungsänderungen gegenüber Ihrer ersten Messung, müssen Sie selbstverständlich berücksichtigen. |
| Konsequente Durchführung von Isolationsmessungen bei System TN - S richtig gemacht und mindestens bei jedem Bezügerüberstromunterbrecher, können der Fachperson grundlegende Hinweise liefern. Dazu werden die Überstromunterbrecher entfernt. Während dem Öffnen von Neutralleitertrenner, hält man einen berührungslosen Spannungsprüfer an den Ausgang des Trenners. Falls wirklich Rückspannung anstehen sollte, kann die Trennstelle sofort wieder geschlossen werden. Die Ursache vorerst klären. Meistens sind es Tarifspulen deren Neutralleiter zur Erregung der Spule, von Bezügerneutralleiter am Zähler angeschlossen wurde. Falls keine Rückspannung anliegt, wird zuerst eine Brücke mit Krokodilklemmen, am Neutralleiterausgang zum Polleiter L3, danach zu L2 und L1 angebracht. Mit dem Messgerät wird nun zwischen der eingelegten Brücke und Erde eine Niederohmmessung (200mA) durchgeführt. Falls das Messergebnis Überlauf usw. grösser 2 kohm anzeigt, kann davon ausgegangen werden, dass keine niederohmige Verbindung besteht. Falls ja, darf keine Isolationsmessung durchgeführt werden! Falls o.k. wird zuerst mit 100 VDC eine Isolationsmessung durchgeführt. Falls der Wert deutlich über 250 kohm liegt, kann mit 250VDC, wenn immer noch o.k. mit 500VDC gemessen werden. Begründung: Dem Brand- und begrenzt dem Personenschutz kann Rechnung getragen werden. Verwechslungen von Neutralleiter zu anderen Stromkreisen werden festgestellt. Falls der Schutzleiter unzulässig als stromführender Leiter missbraucht wurde. Primäres Feststellen, falls ein gefährlicher Spannungstrichter z.B. um eine Gartenbeleuchtung herum besteht. Falls der Isolationswert in Ordnung ist, kann bei fehlendem RCD Schutz dieser ohne Folgeprobleme empfohlen werden. Bei vorhandenem RCD Schutz kann darauf hingewiesen werden, dass der verdeckte Fehler den RCD Schutz bald zum Auslösen bringen kann. Eine so genannte seriöse Sicherheitsprüfung, wird demzufolge nur mit durchgeführter Isolationsmessung, zu einer abgeschlossenen Anlagensicherheitsprüfung, deren Messwerte im Mess- und Prüfprotokoll eingetragen werden. |
| Viele Haushaltgeräte benötigen nur noch eine 230V Zuleitung. Einige Geräte wie z.B. Tumbler haben aber eine Anschlussleistung von 3300W. Ausgebrannte Stecker und Steckdosen sind die Folge. Begründung: Die meisten Schweizer Steckdosen sind für max. 230V/10A ausgelegt. Bei Neuinstallationen oder Erweiterungen dürfen Steckdosen nicht mehr übersichert werden. Deshalb liegt es am Fachpersonal, bevor Installationsausführungen getätigt werden, sich mit den Kunden zu besprechen. Wichtig ist zu wissen, welche Geräte zum Einsatz gelangen. Steckverbindungen T23 und T25 (16A) sind die gebräuchlichsten Typen im Haushaltbereich. |
| Kompetentes Vorgehen bei Messungen von Schlaufenimpedanz- und Netzinnenwiderständen in Anlagen bei denen der RCD Schutz vorgeschaltet ist. Dabei soll zuerst der minimale Kurzschlussstrom Zs an der Quelle einer Anlage ermittelt werden. Beispiel: Beim Anschlussüberstromunterbrecher bzw. Hauptverteilung. Das Ergebnis kann sein 1230A bei 230V Zs 0.186 Ohm. Danach wird die Leitfähigkeit der Schutzleiteranschlüsse in der Installation geprüft. Vorgehen: Die Messleitung (ca. 15 - 20m Spule) des Niederohmmessgerätes muss zuerst abgeglichen werden (nullen) und danach wird der eine Pol an der Hauptschutzleiterklemme angedockt. Mit dem Niederohmmessgerät (4 - 24V 200mA) werden nun sämtliche geerdeten Stellen gemessen. Der Widerstandswert soll in der Regel unter einem Ohm liegen. Begründung: Bei den meisten Installationen ist der kleinste Querschnitt massgebend, d.h. dass für einen Widerstand von 1Ohm ca. 85m 1.5mm2 Leitungsschlaufe erforderlich ist. Der höchst gemessene Widerstandswert merkt man sich und multipliziert ihn mit 2, z.B. 0.34 Ohm x 2 = 0.68 Ohm. Begründung: Mit der Niederohmmessung wird nur der Weg von der Andockstelle bis zum Betriebsmittel ermittelt. Für den Stromkreis muss aber der Rückweg einberechnet werden. Beim Kurzschlussstrommessgerät stellt man den Wahlschalter nun auf Zi und misst bei sämtlichen Steckdosen z.B. mit 5 Ampere den Kurzschlussstrom. Begründung: Dabei können schlechte Klemmstellen oder ausgebrannte Steckdoseneinsätze zuverlässig evaluiert werden. Dort wo der höchst gemessene Widerstand bei der Schutzleiterprüfung gemessen wurde, merkt man sich nun das Messresultat der Zi Messung (Kurzschlussstrom), z.B. 270 Ampere bei 230V. Zu dem an der Quelle ermittelten Impedanzwert addiert man den oben erwähnten, gemessenen Wert der Niederohmmessung, welcher mit 2 multipliziert wurde. 0.186 Ohm + 0.68 Ohm = 0.866 Ohm. Nun berechnet man den Kurzschlussstrom 230V : 0.866 Ohm = 266A. Begründung: Der rechnerische Wert soll im Bereich der gemessenen Werten liegen. Abweichungen sind normal, weil Differenzen durch andere Klemmen, Neutralleitertrennstellen und der Powerfaktor usw. mitspielen. Mit dieser Methode kann aber ein Praxisgefühl erarbeitet werden, welches einem sofort auf Unstimmigkeiten aufmerksam macht. Mit einer konventionellen Vorgehensweise misst man manchmal im gleichen Raum plötzlich einen deutlich kleineren Kurzschlussstrom als an den anderen Betriebsmitteln, weiss aber dann nicht so richtig, ob der Querschnitt reduziert wurde oder was die Ursache ist. Stromkreise ohne RCD Schutz lassen sich mittels Zs und Zi Messungen an den Betriebsmitteln zuverlässig vergleichen. |
| Zur Kontaktgewährleistung werden in Schaltgerätekombinationen im Zuge von periodischen Kontrollen, sämtliche Klemmstellen, bzw. geschraubten Verbindungen nachgezogen. Begründung: Wackelkontakte sind die häufigste Ursache von Störungen an Betriebsmitteln und zudem herrscht latente Brandgefahr. Kupferdrähte sind weich und dehnen sich beim Stromfluss aus. Die Schrauben der Klemmstellen bleiben in der ursprünglichen Lage verharrt. Unterschiedliche Leiterquerschnitte in Abzweigklemmen verändern mit den Jahren zudem ihre Position. Erschütterungen durch Türen oder dgl. könne die Schrauben ebenfalls lösen. Nicht zu vergessen sind diejenigen Schrauben, die gänzlich vergessen wurden angezogen zu werden. |
| In älteren Liegenschaften werden oftmals RCD Schutzeinrichtungen nachgerüstet. Dabei wird manchmal nicht berücksichtigt, dass hinter einer RCD Schutzeinrichtung keine alten Installationen, nach Nullung Sch3, angeschlossen werden dürfen. Begründung: Die RCD Schutzeinrichtungen erkennen im Ereignisfall, falls beispielsweise ein eingestecktes Betriebsmittel Spannung am Gehäuse aufweist, keinen Fehler. Erst durch Berührung oder Umfassung des Betriebsmittels von einer Person, kann vielleicht ein genügend hoher Fehlerstrom gegen Erde fliessen und ggf. die Schutzeinrichtung zum Auslösen bringen. Beim Ableuchten der Betriebsmittel der Schutzklasse I mit einer 200mA Vorrichtung, werden solche Mängel entdeckt. Zu beachten ist aber, dass der Basisanschluss der Ableuchtvorrichtung an neutraler Erde, bzw. an einem Schutzleiter angeschlossen ist. Falls der Basisanschluss der Ableuchtvorrichtung an einer Steckdose mit Nullungsbrücke erfolgt, liegt die Prüfvorrichtung am selben Potenzial wie der Neutralleiter nach der RCD Schutzeinrichtung. Fazit: Der Fehler wird nicht entdeckt. Auch eine Kurzschlussstrommessung zwischen Polleiterbuchse und Schutzkontaktbuchse wird den RCD Schutz nicht auslösen. |
| Was steckt alles hinter einer Berührungsschutzabdeckung von Fassadenkästen/Zähleraussenkästen? Bei periodischen Prüfungen werden von uns diese Abdeckungen immer entfernt. Begründung: Eine latente Kurzschlussgefahr von rückgezogenen Netzkabeln kann frühzeitig entdeckt werden. Angebrannte Neutralleitertrenner werden entdeckt. Lose Schrauben allenfalls angezogen. Isolationswiderstände und Kurzschlussströme werden für das Messprotokoll und Anlagendatenblatt gemessen. Zudem können bei Einzel-Isolationsmessungen allenfalls falsche Wohnungs-/Anlagenzugehörigkeit entdeckt werden. Kompetentes Vorgehen festigt die Qualität eines Sicherheitsberaters und macht seine Arbeit vor den Kunden glaubwürdig. |
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